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Sonntag, 26. Juni 2016

Papst in Armenien

der Papst in Armenien
bei seiner Reise ist der Papst zum Gedenkmahnmal gefahren und dort hat er in stillem Gebet der Armenier Verfolgung im ersten Weltkrieg gedacht. Diese Dokumentationsstätte Zizernakaberd ist sein zweites Ziel, nahe bei der Hauptstadt Jerewan
Es gab keine Ansprache- im Moment der Stille pflanzte Franziskus einen kleinen Baum.
Begleitet wird er vom armenischen Staatspräsidenten Sersch Sagsjan und dem Katholikos Karekin II.
Anschließend traf sich der Papst mit den Nachkommen von Armeniern, die von Papst Pius XI. in dessen Sommerresidenz Castel Gandolfo 1923 vor den andauernden Pogromen gerettet wurden. Nach Schätzungen waren bei der Verfolgung durch die Osmanen im ersten Weltkrieg bis zu 1,5 Millionen Armenier getötet worden.






 Nach einem Gebet begab sich Papst Franziskus mit dem Kathikos Karenin II. und dem Staatspräsidenten auf die Terrasse des Mahnmals und trug sich mit einigen Worten ins Gästebuch ein.
Hier bete ich, mit Schmerzen im Herzen, damit nie wieder solche Tragödien geschehen mögen, damit die Menschheit nicht vergisst und weiß, dass das Gute das Böse besiegt. Gott möge dem geliebten armenischen Volk Frieden und Trost schenken. Gott bewahre die Erinnerung des armenischen Volkes.
Die Erinnerung darf niemals vergessen werden, die Erinnerung ist die Quelle des Friedens und der Vernunft.
 Radio Vatikan, 25. 06. 2016

Dieser Besuch des Papstes  Franziskus ist ein Besuch und lebendiger Ausdruck seiner Haltung, die ich sehr schätze und er darf auch das Wort Völkermord benutzen, wie er es 2015 schon getan hat.
Wie das Treffen mit Herrn Erdogan verlief , Erdogan beschimpfte den Papst und sagte :". das ist alles nur Unsinn "   Da ist weiterer Ärger zu erwarten. Aber wir alle- sollten uns von dem "Bösen" wie Franziskus es nannte, nicht entmutigen lassen. !!  




"Die Verfolgung der Armenier im Osmanischen Reich ist als erster Völkermord des 20. Jahrhunderts zu verurteilen."

 


 Die Gedenkstätte befindet sich auf dem gleichnamigen Hügel ( Zizernakabert) im Westen der Hauptstadt Jerewan. alljährlich , am 24. April, versammeln sich am  Denkmal die Armenier um der Opfer des Völkermordes zu gedenken. Ein halbes Jahrhundert wurde dieser von der Sowejtunion verschwiegen und erst durch die Massenkundgebung der Armenier , 1965, zum 5o. Jahrestag, wurde von den Behörden die Genehmigung erteilt, ohne den Namen Genozid offiziell, dieses Mahnmal zu bauen und zu benennen.





Teil 2



Sonntag, 26. Juni 2016
das Treffen mit dem Katholikos war sicherlich ein wichtiges Treffen, um mit dem den Anderen gemeinsam zu unterstreichen, was absolut nicht wiederholt werden darf- das Unrecht und Morden an der Bevölkerung und an unschuldigen Menschen, die genausso achtenswert und liebenswürdig und auf gleicher menschlichen und religiösen Ebene angesehen und mitgelebt werden sollen.
Ein gemeinsames Schreiben wurde vorgetragen: 

http://de.radiovaticana.va/news/2016/06/26/text_der_%C3%B6kumenischen_erkl%C3%A4rung_weg_der_br%C3%BCderlichkeit/1240196

der gemeinsame Text zur Brüderlichkeit:  Auszüge
Wir Papst Franziskus und Katholikos Karekin II. erheben im heiligen  Etschmiadsin unseren Geist und Herz zum Allmächtigen und sagen Dank für die beständige und wachsende Nähe in Glaube und Liebe zwischen der Armenisch-apostholischen Kirche und der katholischen Kirche in Bezug auf ihr gemeinsames Zeugnis für die Heilsbotschaft des Evangeliums, in einer von Unfrieden  erschütterten Welt, die sich nach Trost und Hoffnung sehnt.

 Es geht erstmal sehr < offiziell geschrieben < zu, um dann auf die anderthalb Millionen armenischer Christen als Völkermord zu bezeichnen, vor dem Hintergrund der großen Flüchtlingsströme, dessen Tragödie sich vor unseren Augen ereignen- Menschen, die vor ethnischen, wirtschaftlichen ,politischen und religiösen Konflikten fliehen.

Was ich noch gelesen habe ermutigt mich, obwohl neue Erkenntnisse und christliche <Aufträge< sehe ich erstmal nicht !! Das wir für Frieden , für die Hungernden, die Brot statt Waffen brauchen, erscheint mir mehr denn je mein persönlicher Wert zu sein- Politiker ??!!
Wir brauchen keine Religion die auf fundamentistische Weise für Hass und Diskreminierung wirbt!!
Die Säkularisierung in der Gesellschaft nimmt zu- die Familienpolitik wird <wackelig<- die Distanz zum Spirituellen und Göttlichen wird größer
Wir sollten zusammen unsere Werte schätzen und in den Kreisen und Gemeinden vor-leben- dann wird es keinen Völkermord mehr geben

Zum Schluß  seiner Armenienreise ließ Papst Franziskus am Fuß des Berges ARARAT  Friedenstauben steigen- ein Zeichen für gutes Gelingen und für meinen Dank an Franziskus, der sich vorbildlich einsetzt und immer die richtigen Worte und Gesten findet.


Hoffentlich fliegen die Tauben nicht zu hoch und bleiben in unserer Nähe  !!



http://de.radiovaticana.va/news/2016/06/26/friedenstauben_abschluss_der_papstreise_am_fu%C3%9F_des_ararat/1240259







Ich bleibe mit meinen Gedanken in Armenien
heiDE

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