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Freitag, 22. Juli 2016

DUDUK - Djivan Gasparyan-Kapuit Manushak (Blue Violet) KUNST


es gibt so viel schreckliches aus der Welt zu sehen, auch in Armenien brodelt es, doch davon erzähle ich später- heute- statt Blumen schicke ich etwas anderes ::))

heute geht es um Kunst- um Bildhauerkunst aus Armenien und zur Einstimmung eine wunderschöne Melodie -
diese alte Bildhauerkunst ist aus dem 4. JH.
Die Armenier waren schon sehr früh dem Christentum verbunden, denn der armenische Geschichtsschreibe, Agathangeghos, 5. JH: berichtet, dass der erste Patriarch, Gregor der Erleuchter eben mit dem Beginn des Christentums als Staatsreligion im Jahr 301 Kreuze aufstellen ließ. Zunächst waren es Holzkreuze, die dann durch die CHATSCHARE (Kreuzsteine)  ersetzt wurden.




beim weiteren entwickeln wurden Flügelsteine gemeißelt, die auch in anderen Ländern , außer in Armenien zu finden sind. Auch hier in Deutschland gibt es sie:

hier ein LINK:

 http://www.genozid1915.de/DE/mediathek/gedenkstaette/index.html

ich war überrascht wie wenig ich über solche Kunst und Tradition und auch Namen von Armeniern weiß. Das hat mich neugierig gemacht :



 IMG_0078

 Flügelkreuze- die während den Ausgrabungen bei der Stadt DRIN in Armenien entdeckt wurden.
die Holzkreuze waren die Vorlagen, beziehungsweise waren die Grundlage für die neue und eigenwillige Form armenischer Kunst
Der Kreuzstein ( CHATSCHKAR) ist eine reliefierte Platte , die auf einem Sockel steht und dieser dient als Fundament.
Auf der Rückseite sind oft Inschriften zu finden, das Hauptmotiv ist aber immer das Kreuz.
Diese Steine entwickelten sich vom 4 Jh. bis zum 12. Jh. immer weiter und erreichten ihre Perfektion im 13. JH. Im armenischen Mittelalter fand  Die Steinmetzkunst den höchsten Ausdruck, der Aufbau blieb erhalten, doch  die geometrischen und floralen Ornamente blildeten ein Flechtwerk ohne Anfang und Ende
Seit Beginn der Kreuzsteine wurde der Stein immer als Baum des Lebens dargestellt.Und nur wenige Steine stellen die Kreuzigung Jesu dar. Das Zeichen vom Tod ins neue Leben, ins Paradies verkünden die symbolischen Motive
Dadurch verkündeten die  armenischen Steinmetze den Glauben.



CoverbildAuf den Kreuzsteinen findet man Schriften die auf den kosmischen Lebensbaum hinweisen und interpretieren.
Die Untersuchungen der Aufzeichnungen eröffneten den Grund für diese Kreuzsteine: vorallem wurden nationale, wichtige Ereignisse in der Gesellschaft als Anlass genommen, aber auch persönliche Gründe wurden gefunden:
50 verschiedene Anlässe hat man schriftlich als Dokument: hier sind einige:
Bau einer Kirche, einer Kapelle, eines Hofes, eines Brunnens, eines Gästehauses, genauso war ein Erlass eines Dekretes, oder ein Vertragsabschluß oder Gedenken an militärische Erobernisse  ein Kreuzsteingrund.
Diese Kreuzsteine waren für die Armenier ein Gedenken an die Heilsbotschaft Gottes- und- sie sind ein wichtiger Bestandteil der armenischen Bildhauerkunst. Sie sind Zeichen einer hochentwickelten Kultur, sowie das ästhetische Formentum der Armenier.





http://www.armenische-kirche.ch/?page_id=2954

Vorhof der Marien-Kirche mit Kreuzsteinen, Kloster-Insel am Sewan-See, Armenien

Kreuzsteine vor der Marienkirche




Kloster-Insel mit Marienkirche (li.) und Apostelkirche am Sewan-See, Armenien


Marienkirche und Apostekirche am Sewansee (Klosterinsel)



Kreuzstein (armenisch: Chatschkar, Khachkar, Khatchkar, Khatshkar) im Vorhof der Marienkirche, Kloster-Insel am Sewan-See, ArmenienKreuzstein imVorhof der Marienkirche

Es gab eine Zeit als die armenischen Städte in der heutigen Osttürkei, besonders in AHLAT am Vansee einen wirtschaftlichen und kulturellen Aufschwung erlebten.
So wurden viele Klöster gebaut- die Architektur, Malerei und Bildhauerei wandten sich neuen Wegen zu, die religiösen und weltlichen Themen zu. Armenische Bildhauer waren gelegentlich auch an   Moscheen ,mit muslimischen  Auftraggebern beschäftigt.
Ein Beispiel der Ormanemtik ist die Moschee in DIVRIGI ( 1228 fertiggestellt)




Kathedrale in Etschmiadsin (Echmiadzin, Ejmiatsin, Echmiatsin), Armenien
Kathedrale Etschmiadsin
heute gibt es 40.000 Chatschkare , die meisten stehen im Freien. Kreuzsteine auf denen Spendenannahmen notiert wurden, waren in die Wände der Klöster eingebaut.






Kreuzstein (armenisch: Chatschkar, Khachkar, Khatchkar, Khatshkar) des Meisters Pawros (1291) vor der Lussarowitsch-Saalkapelle (1237), Kloster Goschawank (Goschavank) in Gosch (Gosh), Armenien


 Kloster Sanahin, Armenien

drei Beispiele dieser  Kunst. in Geghard Kloster ( 1213 durch Meister Timot und Mechitar)
in Haghpat ( 1273 durch Poghos)
in Goschawank ( 1291 durch Poghos )einige Exemplare stehen im historischen Muesseum in Jerewan
Den Ort der größten Ansammlung in Armenien ist ein Friedhof mit 900 Chatschkaren aus verschiedenen Epochen.
Die Kreuzsteine sind heute wichtige Zeugen wegen ihrer Inschriften, die oft die Stifter und Meister und Ereignisse nennen.
Zeugnis für die Geschichte Armeniens


Freitagsgrüße ::))








1 Kommentar :

  1. Liebe Heide, das ist wieder hoch interessant. Mich faszinieren besonders die Flechtmuster ohne Anfang und Ende.
    Liebe Grüße
    Magdalena

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