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Mittwoch, 2. November 2016

friedhofs-gedanken

                                         
jüdischer Friedhof in Worms


jetzt im November , in der dunklen Jahreszeit, gibt es viele Gedenktage die an Endzeit, an Tod, an alle Verstorbenen erinnern.
Die liebe ASTRID hat  uns ihre Gedanken zum Thema Tod und Allerheiligen erzählt und lädt uns ein, unsere Meinung zu teilen und da möchte ich mich einbringen. Ich finde das Thema spannend und intensiv und denk-würdig









hier auf diesem Friedhof in Worms  bin ich  mit einer ganz anderen Toten- und Begräbniskultur auseinandergesetzt worden; waren und sind für mich Blumen  und Kerzen und ein Namensschild in welcher Form auch immer, sehr wichtig: hier auf dem jüdischen Friedhof wie auf allen jüdischen Friedhöfen, legt man Steine und Botschaften auf den Grabstein und man darf die Wege auf keinen Fall verlassen und zwischen den Grabsteinen hergehen, das stört die Totenruhe .
Beeindruckend fand ich auch die Geste sich vor dem Zutritt auf den Friedhof die Hände zu waschen.


Ein ganz anderer Eindruck sind die Grabmale auf italienischen Friedhöfen, und auch das ist für mich wichtig: man darf sein Leben und seinen Tod in Stein meißeln und die Familien treffen sich bei solch großen Stätten und beten und erzählen.
Für mich ein ganz wichtiger Punkt: ich bin an der Grabstätte meinen Lieben in Gedanken sehr nahe.
Ein anonymes Grab möchte ich für mich nicht.

Campo Verano, Rom



Campo Santo Teutonico, Rom















Friedhof  in Karthaus/ Schnalstal




an jedem Urlaubsort ob in den Bergen oder in Städten: ein Besuch auf dem Friedhof gehört dazu; um zu schauen und zu staunen, über die Grabstättengestaltung , über die Traditionen der jeweiligen Region, ein Besuch ist auch ruhig und dankbar werden für das eigene Leben, aber auch das der Verstorbenen, die wir ja nicht kennen und doch sind sie einen kurzen Gedanken meinerseits  wert !!
Ein Friedhof ist  ein Ort wo Schicksale und   Leidenswege < lebendig< werden - in Stein und in Wort.
Ich gehe gerne über einen Friedhof um mir die Namen an zusehen, Jeder von uns hat einen Namen und der sollte auch nach meinem Tod sichtbar sein.















ich mag alte Grabstätten- sie haben etwas außergewöhnliches an Kunst und Gestaltung und zeugen für mich an Erinnerungen der Familientraditon und oft auch der Bekanntheit dieser Menschen
besonders beeindruckend gibt es in Köln auf dem Melatenfriedhof solche Familiengruften

Kindergrab auf dem Parkfriedhof Essen                               Naturbegräbnisstätte in Westerholt


ein außergewöhnliches Grab habe ich in auf dem  größten Friedhof meiner Heimatstadt gesehen: hier ein Kindergrab, das mich an unser Sternenkind erinnert, das tut besonders weh, wenn Kinder vor den Eltern gehen müssen, der Lebenslauf unseres Lebens sieht eigentlich eine andere < Reihenfolge< vor;
ein besonderer Ort als Begräbnisort liegt im Wald- im Naturbegräbniswald in Westerholt.
Dieser Gedanke der Beisetzung trägt mich seit einem Besuch dort und  mit einem Gespräch mit dem Förster, der für  die Beerdigung zuständig ist. Für die Feierstunde im Wald  kann man einen  Theologen bestellen, wer möchte kann eine christliche Feier haben. Für diese Feierstunde ist ein Kranz erlaubt, der dann an einem von mir ausgesuchten Baum 1 Tag liegen bleibt.
Für den Kreislauf des Lebens habe ich mich als Pfadfinder und Christin entschieden, weil ich meinen Angehörigen auch eine Pflege eines Grabes ersparen möchte. MEINEN Baum können alle besuchen, ohne Verpflichtung, sondern ausschließlich zum Gedenken und zum Familientreffen.






viele Soldatenfriedhöfe haben wir in Urlauben besucht:  auf Kreta, in Frankreich und im diesjährigen Urlaub in Italien.
Diese besonderen Stätten lassen mich ehrfürchtig werden, denn sie  sagen mir immer wieder das Kriege nicht Sieg sondern Tod bringen;  und meist sind es junge Männer die für ihr < Vaterland< Unheil und ihre Familien Trauer erfahren mussten.
Diese besonderen Friehöfe lassen mich auf die Suche gehen, ; nach Namensvettern und Familienangehörigen gleichen Namens, und in Italien haben wir ein Grab eines jungen Gefreiten gefunden der unsern Familiennamen trug-- stilles Gedenken



Heute, am Allerseelentag denke ich an ALLE





verlinkt zu: ASTRID

 https://lemondedekitchi.blogspot.de/

Kommentare :

  1. Danke, Heide! Da hast du wunderbare Bildbeispiele zusammen getragen, die bei mir nun wirklich gefehlt haben, und die mich angesprochen haben.
    Auch deine Gedanken fand ich interessant. Es ist bewusstseinserweiternd, wenn man all diese verschiedenen Gebräuche kennt und wertschätzen kann. In unserer Familie sind so viele Varianten gewählt worden, dass ich jetzt ganz klar weiß, was ich möchte.

    Übrigens veröffentliche ich morgen einen Great-women-Post, der dir als Rom - Liebhaberin etwas sagen dürfte.
    LG
    Astrid

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    1. Danke für deinen Kommentar; ja ich denke oft an Begegnungen mit lieben Menschen, die mit Tod und Friedhof ganz angstvoll umgehen. Da möchte ich mit meinen Gedanken Mut machen.

      Auf morgen bin ich gespannt !!!!
      Gruß zu dir
      heiDE

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  2. Liebe Heide,
    das ist so, auch der Tod gehört mit zum Leben. Interessant, was Du aus Deiner Erfahrung zu berichten weißt. Ja, der Tod, Grabmäler, der Friedhof ist ein wesentlicher Bestandteil unserer beziehungsweise jeder Kultur. Nämlich wie wir mit den Verstorbenen umgehen, die Trauer verarbeiten. Für mich kein Tabuthema!

    Mit sonnigen Grüßen, Heidrun

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  3. danke für deinen Kommentar. Ja, das Leben ist < immer< denk-würdig: mit allen Gedanken
    Gruß zu dir
    heiDE

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  4. ein schöner Beitrag
    und "stille" Bilder..

    ja.. man macht sich besonders wenn man älter wird
    Gedanken um den eigenen Tod und auch wie man bestattet werden möchte..
    mein Mann wollte unbedingt verbrannt werden
    erst habe ich mich gesträubt..
    dann doch akzeptiert..
    ich schwanke noch ..
    denn bei einer Urne könnte ich zu meinem Mann und zu meiner Mutter
    es wäre dann nur ein Grab zu pflegen.. da das Grab meiner Tochter in wenigen Jahren aufgehoben wird..
    vielen Dank auf für deine Denkanstöße
    liebe Grüße
    Rosi

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