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Sonntag, 21. Mai 2017

rebellisch.fromm.

Convento Teresa in Avila
nachdem ich den < rebellischen Mönch und die entlaufenen Nonne< von Christian Nürnberger und Petra Gerster < verschlungen< habe, soviel Neues und Kirchenkritisches erfahren habe das alles, hat ein Feuer in mir ausgelöst- Fragen aufgeworfen und Erkenntnisse geschaffen, die sagen: sie( die Kath. Kirche) ist mitschuld, dass es ( ungewollt von Luther) zur Reformation kam. Sie hätte auf ihn hören sollen und ihn er-hören sollen!!

Nun erneut ein Buch über ein 500 Jahr-Jubiläum und einer Rebellin: Teresa von Avila.
 Ein kleines Buch einer großen Frau im Briefkontakt mit der Autorin aus Essen: Christina Brudereck, die in einer Kommunität lebt und < gleiche< Erfahrungen und Zweifel hat wie ihr Vorbild Teresa von Avila. Lyrik und Theologie bringt die Schriftstellerin in Einklang: in moderner Sprache machen die Biografien beider großer Frauen viel Freude in deren Leben hinein zu schauen.
Buchtitel: LIEBE TERESA   
ein Lesetipp !!








Ebenso bekannt wie die Visionärin ist die Pragmatikerin Teresa. An ihre Mitschwestern gab sie unter anderem folgende Alltagsweisheit weiter:
"Denn, auch wenn euch der Gehorsam viele äußere Verpflichtungen auferlegt, etwa in der Küche, so wisset: auch zwischen den Kochtöpfen wandelt der Herr."
Manche Erkenntnisse hat auch eine Heilige erst spät:
"Hätte ich früher erkannt, was ich jetzt weiß, dass der winzige Palast meiner Seele einen so großen König beherbergt, dann hätte ich ihn nicht so häufig darin allein gelassen."
Nicht zu vergessen ist der Humor der Teresa de Jesus, etwa wenn sie in einem Brief an Padre Jeronimo Gracian 1581 die Griesgrämigkeit ihrer eigenen Zunft kritisiert:
"Sie dürfen mir glauben, dass ich eine unzufriedene Nonne mehr fürchte als viele Dämonen!"
Als Realistin schreibt sie im 22. Kapitel ihrer Autobiografie:
"Wir sind keine Engel, sondern wir haben einen Leib. Es ist Unsinn, uns selbst zu Engeln machen zu wollen, solange wir auf der Erde leben und so tief in ihr stecken wie ich. Vielmehr braucht das Denken im täglichen Leben etwas, was ihm Halt gibt."
Ganz auf Gott ausgerichtet berichtet sie in ihren "Gewissensberichten", dass es ihr bei der Seelenrettung nicht um die Menschen geht:
"Ich glaube, dass diese große Sehnsucht, Seelen zu retten, daher stammt, dass dieser Gott und Herr verherrlicht werden möge, wie Er es verdient."
Jesus als Freund zu betrachten ist ein Einfall der modernen Christen von heute? Ach was, Teresa tat das vor knapp 500 Jahren: "Meiner Meinung nach ist inneres Beten nichts anderes als ein Gespräch mit einem Freund, mit dem wir oft und gern allein zusammenkommen, um mit ihm zu reden, weil wir sicher sind, dass er uns liebt (…) Ich habe dies klar erkannt."
Eine der eindrücklichsten Passagen aus dem Werk von Teresa von Avila geht als das einprägsame Lied "Nada te turbe" um die Welt – ob in der Version der Taize-Brüder oder als virtuell eingesungenes Musikvideo von Karmelitinnen:
"Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht – Gott ändert sich nicht. Geduld erreicht alles. Wer Gott besitzt, dem mangelt nichts. Gott allein genügt."
Von Agathe Lukassek

Lesetipp

Die meisten der oben genannten Zitate stammen aus "Wenn Fasten, dann Fasten, wenn Rebhuhn, dann Rebhuhn - ein Lesebuch". Der von Elisabeth Münzebrock herausgegebene Band erschien Anfang des Jahres im Herder-Verlag und kostet 18 Euro.




hier befindet sich das Grab der hl. Teresa




Kommentare :

  1. Das klingt sehr interessant. Danke fürs aufmerksam machen.

    Liebe Grüße
    Nula

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  2. Da werde ich mal hineinblättern.
    Liebe Grüße
    Andrea

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