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Samstag, 24. Juni 2017

armenien. reiseland



Wer nach Armenien reisen möchte, im Moment zwar nur virtuell, sei herzlich eingeladen ....




und ich mag über Armenien erzählen, weil es soviel von dort zu berichten gibt, denn ein Volk das so behandelt worden ist braucht eine kleine Stimme um immerwieder an die Schreckenstaten zu erinnern und- an die Schönheit des Landes Neugier erwecken- und die lieben Menschen dort, die auch heute noch soviel Ungerechtigkeiten erleben müssen !!!!!



Medieval church, Armenia


Wie komme ich dazu ein mir unbekanntes Land  weit weg von meiner Heimat, so zu mögen, dass ich unbedingt dort hin reisen möchte?? Zumal es nicht wirklich viel  Reiseliteratur und Reiseführer gibt, die es ermöglichen ganz viel über Reisewege zu erfahren; da sind andere Geschichten über Land und Leute sehr aufgeschlossen. In der Bloggerwelt habe ich den Blog  Simplay Another Green Blog  gefunden. Dort steht u.a.  Armenien- was kein Reiseführer verrät -- und das hat mich neugierig gemacht.

Armenien:
ist ein wunderbares und geschichtsträchtiges Land und es hat kulturelle und religiöse Ereignisse aufzuweisen, die ihresgleichen sucht. Die großartigen Landschaften sind so unterschiedlich: von Wüsten und verlassenen Orten, von grünen Wäldern und wunderbaren Seen, von Klöstern und Ruinen, das alles ist Armenien, aber das Beste sind die Menschen, die dort heimatverbunden leben, gastfreundlich sind und den Gästen gerne ihr Land zeigen.
Armenien ist ein Land der Steine- Kreuzsteine sind berühmt, worauf die Armenier stolz sind. Armenien ist die älteste christliche Nation,
 heidekind.blogspot.de/2016/07/duduk-djivan-gasparyan-kapuit-manushak.html

Die damaligen Könige hatten Gebiete die von Syrien bis zum Schwarzen Meer reichten.
Und gar nicht so in meinem Bewußtsein- die Seidenstrasse führte hierher -zwischen Türkei und Persien und Russland.- als die Sowejtunion zerbrach begann in Armenien eine neue Wiederbelebung des Nationalismus, die kulturelle und traditionelle Kultur lebte auf und das ist überall zu spüren


Oper in Jerewan, der Dresdner Semperoper nachempfunden


Die Hauptstadt Jerewan (Eriwan) ist offen und progressiv. Es gibt eine lebendige Kulturszene und großartige Museen.
Jerewan ist eine quirlige Stadt




früher der Leninplatz, heute Platz der Republik


die Hauptstadt Jerewan
hat heute      1.201322 Einwohner  und wurde 782 v. Chr. gegründet und ist somit eine der ältesten Städte der Welt. Doch viele alte Gebäude gibt es  kaum zu sehen; geschuldet durch die Geschichte -geprägt mit vielen Christenverfolgungen und Todesmärschen in die Wüste bis hin zum Genozid, -gefolgt von Kriegen mit Nachbarstaaten die eigentlich zu Armenien gehörten bis zur Unterdrückung durch die Sowejtunion, ist Armenien erst wenige Jahre unabhängig.
Teilweise sieht man  im heutigen Stadtbild die russischen Einflüsse. Selten sieht man alte Kirchen, viele wurden abgerissen oder man ließ sie zerfallen ( was in ländlichen Gegenden genau so ist)


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In Jerewan gibt es viele Hochhäuser und nicht fertiggestellte Bauen, die der Version geschuldet ist hier Industrie, Schulen und Wohnhäuser zu bauen, sie wurde nicht vollendet- nach dem Zerfall der Sowejtunion hatte Armenien kein Geld alles aufzubauen.. Einige sind inzwischen aufgebaut und zu Ende gebracht.
Viele Gebäude sind aus Tuffstein, ein in Armenien rosa Vulkangestein. Es ist wärmedämmend und diese Steine leuchten rötlich, bräunlich und rosa. Deshalb wird Jerewan die < rosa Stadt< genannt








Sehenswürdigkeiten  u.a.

aus dem Mittelalter stammende Kreuzkuppel kirche, 13. JH   ist besonders sehenswert

Kathedrale Gregor des Erleuchters, 1997  bis 2001 gebaut, größte Kirche der armenisch-apostolischen Kirche, gebaut zum 1700 Jahrestages der Gründung des Christentums als Staatsreligion

historisches Museum, mit Volkskunst, Gemäldegalerie und Einblick in die armenische Geschichte  und Literatur und Kunst

Zizernakaberd - Gedächtnisstätte für die Opfer des Völkermordes 1915- der Bau ist aus dunkelgrauem Baseltquadern

Lichtspielhaus < Moskau<  Filmfestival < goldene Aprikose<  jährlich einmal




Land und Leute:
Trotz aller Widirgkeiten sind die Menschen in Armenien ein offenes, positivdenkendes Volk mit traditioneller Verbundenheit mit ihrer  Heimat, mit tiefem Glauben und Genügsamkeit; die Menschen sind nicht reich an Gütern, aber an Herzenswärme und Gastfreundschaft
Vielen Naturkatastrophen zur Demut, das letzte große Erdbeben war 1988, haben die Wirtschaft  die Menschen gebeutelt. Der Genozid und die Flüchtlingswelle danach, belasteten viele Familien bis heute, viele Armenier leben im Ausland ( Diaspora in USA, Frankreich .. ) und das hat wenigstens etwas Gutes: sie unterstützen mit ihrem Einkommen die in Armenien Gebliebenen. Viele Familien können nur so überleben,denn das Bruttoeinkommen im Monat beträgt 100 $.
Viele Geschichten über die Familien gibt es zu erzählen, die die Enkelgeneration ins Rollen bringt. Manche Armenier trauen sich auch heute noch nicht, ihre wahre Identität zu offenbaren. Aufarbeitung und Auseinandersetzung kommen nur zögerlich zu Tage.
Und trotzdem:
die Armenier sind den Fremden gegenüber herzensgut und hilfsbereit und aufgeschlossen. Im touristischtem < Alltag<  helfen sie wo sie können und oft werden Reisende  nach Hause eingeladen.
IM Hotel und Fremdenverkehrswesen, bei Taxifahrten, bei Führungen tun sie für die Gäste alles.
Die Armenier sind einfallsreich und gebildet und sie sind < fromm<. Sie leben ihren Glauben tat-sächlich , und das mit großer Hingabe. Und bis zu dem fürchterlichen Verbrechen 1915 lebten die Türken, Kurden, Armenier mit ihrer jeweiligen Religion friedlich nebeneinander und respektierten die Andersgläubigen




die Reise geht weiter :  
das Land begeistert mich und die Menschen dort interessieren mich mit ihren Geschichten sehr. In diesem Jahr wird es mir nicht gelingen dorthin zu reisen, das Urlaubsprogramm ist anderweitig gebucht.

samstagsgrüße  ::))

 zu  dem Samstagsplausch   verlinkt



                                          


Kommentare :

  1. Hallo Heide,
    das ist ein sehr interessanter Post.
    Ich muss gestehen, dass ich mich noch nie mit Armenien beschäftigt habe, zu Unrecht vermutlich.
    Es ist erstaunlich, was ein Volk so alles ertragen muss und dennoch die Gastfreundschaft pflegt.
    Hut ab!
    Vielen Dank für deinen Einblick!
    Liebe Grüße von Heike

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  2. Ein bestimmt sehr interessantes Land. Und auch die Menschen, kann ich mir gut vorstellen. Und doch glaube ich nicht, das ich jemals dorthin fahren möchte.
    Trotzdem, ein toller Post und super Einblicke.
    Liebe Grüße
    Andrea

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