kunst- kohle- jute dnd

durch unsere Presse bin ich auf die verschiedenen Veranstaltungen die im Rahmen der KUNST UND KOHLE-projekte gezeigt werden, aufmerksam geworden. Ende des Jahres läuft die Kohleförderng mit Schließung der Zeche Prosper Haniel in Bottrop  aus- und in diesen zur Zeit laufenden Kunstobjekten  wird auf verschiedenen Art und Weise darauf hingewiesen.
Wir waren auf Schloß Strünkede in Herne, wo der Künstler IBRAHIM MAHAMA  mit <Jutesäcken das Schloß verhüllt. Er arbeitet als Aktions- und Performance- Künstler und sein Thema ist Politik  und Raum.


das Verhüllen von Gebäuden ist nicht nur von Christo iniziiert worden und er hatte auch kein Anspruchsrecht darauf


Fotos von Heide Schiffer ©

beim Anblick bekommt man eine Ahnung welche Thematik dahinter steckt- Arbeit- Ausbeutung- Kaffee und Getreidetransporte, Kohletransporte- eher düstere Inhalte die nachdenklich machen









hier sieht man wie die Befestigung der Säcke ans Gestänge kommen

Kunst & Kohle. Ibrahim Mahama. Coal Market

Emschertal-Museum Herne, Städtische Galerie
5. Mai bis 16. September 2018
 
Im Zentrum der Ausstellung steht das Schloss Strünkede, da die Städtische Galerie zeitweise wegen Sanierungsarbeiten geschlossen sein wird. Das aus dem 16. und 17. Jahrhundert stammende Wasserschloss entstammt einer Zeit, die historisch vor dem so prägenden Kohlezeitalter des Ruhrgebiets anzusiedeln ist. Dennoch gibt es zahlreiche Verbindungen zwischen dem barocken Gebäude und der Industrie. So gelangte das Schloss um 1900 in den Besitz der Harpener Bergbau AG, die es als Firmensitz nutzte.
Der ghanaische Künstler Ibrahim Mahama verwandelt das Schloss in ein monumentales Kunstwerk. Dafür verhüllt der documenta 14-Teilnehmer Großteile des Daches und der Schlossfassade mit Jutesäcken. In seiner Heimat sind die groben Stoffsäcke das landestypische Verpackungsmaterial, mit dem nicht nur Lebensmittel, sondern auch Kohle über weite Strecken transportiert wird. Mahama erhält sein Arbeitsmaterial im Tausch gegen neue Jutesäcke von Arbeiterinnen und Arbeitern aus seiner afrikanischen Heimat. Die von ihm verwendeten Säcke verweisen auf ihren fast täglichen Einsatz, sind sie doch bisweilen zerschlissen, mit Markierungen und Aufdrucken versehen. Gerade dadurch werden sie zum Relikt bzw. archäologischen Material, das die globale Zirkulation von Rohstoffen und wirtschaftliche Umwandlungsprozesse  sichtbar machen.
Mit seiner Verhüllung des Schloss Strünkede zeigt Mahama auch die negativen Seiten des Aussteigs aus der Steinkohleproduktion auf. Während die deutschen Zechen schließen, wird dennoch weiterhin Kohle benötigt und hierfür aus anderen Ländern wie etwa China importiert. Die Kohle ist zwar günstiger, jedoch sind die Arbeitsbedingungen der fördernden Kumpels mit deutschen Standards nicht vergleichbar und auch Auflagen für den Naturschutz werden kaum eingehalten.
Erweitert wird die Ausstellung durch Skizzen sowie Foto- und Videoaufnahmen, die im Schlossinneren zu sehen sein werden, die den Entstehungsprozess des Herner Kunstwerkes nachzeichnen.





zusammengenäht wurden die Säcke durch viele freiwillige Helfer  im Innenhof des Schlosses


ein Handwerker überprüft die Nähte

die Dachbefestigungsleinen- das historische Gebäude darf nicht beschädigt werden



ein Blick hinter die < Kulissen<




der Schloßinnenhof ist nicht verhüllt, damit die Brautpaare Fotos vor dem historischen , unverhüllten Schloß machen können

Leben auf dem Wassergraben   verlinkt zu Ghislana

Mama  warte .......
geschafft  !!!

Gänseglück auf dem Wassergraben am Schloß

donnerstagsgrüße  ::))

Kommentare

  1. Ein aussagekräftiges Projekt, auf das du da aufmerksam gemacht hast. Finde ich gut.
    LG
    Astrid

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  2. Oh, Wow, das Kunstprojekt gefällt mir...herzliche Donnerstagsgrüße, Taija

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  3. Düster - oh ja! Ein Kunstprojekt ds berührt, selbst wenn man nur die Fotos betrachtet.

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