trauer und leben

wie ihr sicher wisst habe ich seit Mai eine neue Aufgabe: Menschen zu begleiten die einen Menschen verloren haben- durch Tod oder Trennung- durch Krankheit .
Das ist oft unverständlich und die Frage nach dem Warum steht ganz oben und oft ist es schwierig bis unmöglich eine Antwort zu finden.
Fromme Reden helfen da kaum, aber ein Begleiten und Zuhören und ein Verstehen -lernen, dass tut gut und vermittelt eine Nähe und ein Mitgefühl.
Viele Menschen sind auf ihrem eigenen Trauerweg und lassen ihn oft nicht zu- Tod ist heute aus dem All-tag verbannt- viele sterben in Krankenhäusern und Alters-und Pflegeheimen.
Warum ist das so- eine Frage die mich und auch viele Seel-sorger beschäftigt: Angst vor dem Ungewissen, Angst vor
Entscheidungen- Angst vor der eigenen Courage und Angst wortlos zu sein.
Alles ist berechtigt und doch gibt es Möglichkeiten sich dem Thema Tod zu nähern. Das sind Gesprächsrunden und Trauercafe`s, gute Literatur und der Glaube: Glaube an Gott und die Schöpfung, Glaube an die eigene Kraft.














die Kraft teilen und zulassen, das ist ein Weg um miteinander ins Gespräch zu kommen. Um ein Trauergespräch die Schwere zu nehmen gibt es Symbole und  Meditationsgegenstände die es leichter machen über den Verstorbenen und auch über den Tod zu sprechen. Das LEBEN  aufblühen lassen, im Erzählen von Gemeinsamkeiten und Erinnerungen bringen den Trauernden ein Stück Lebendigkeit zurück.
Denn das ist so wichtig. Ab jetzt ist es ein anderes Leben für die Zurückgebliebenen, aber alle Trauerrituale sind ein Verarbeiten zum Neuanfang für das eigene Leben.
Eine Trauerfeier ist immer ein Abschied für immer, für den Verstorbenen ein würdevoller Abschied und doch ist es für die Anghörigen der Beginn-




Grabsteine sind ein wunderbares Zeichen für die Trauer und für eine Stille. Hier ist ein Symbol: Alpha und Omega -    Anfang und Ende
Viele Begebenheiten in unserem Leben sind ungewiss und doch müssen wir den ersten Schritt tun- sei es mit dem Beginn einer Beziehung oder der Schulbeginn eines Kindes oder die Geburt eines Kindes. Bei allen diesen Anfängen haben wir keine Ahnung vom Ende und doch: wir gehen!!
So ist es auch mit dem Tod- keiner von uns weiss was uns erwartet und doch müssen wir den Weg gehen.

HIER habe ich schon einmal über die Unvergessenen NAmeN geschrieben- eine jüdische Tradiotion erzählt



Was auch wichig ist dass der name unserer Toten erhalten bleiben, da ist ein Grabstein ein besonders Zeichen. Es gibt noch viele Möglichkeiten : in einem Kolumbarium oder in einem Friedwald wo die Namen aufbewahrt werden..
Ein Fried-hof ist ein Ort der Stille und des Gedenkens, genauso wie ein Ort der Erholung und Kultur.
Wenn ich zu einem Trauergespräch unterwegs bin frage ich mich immer wie ich den Menschen begegne, denn ich komme im Namen der kath. Kirche und bin kein freier Redner.
Glaube und Taufe sind mir wichtig und das erleben die Menschen bei mir: lebendig-sein und zuhören können- Mitgefühle ausdrücken- zusammen lachen und traurg-sein:
zusammen in der Begräbnisliturgie beten und sprechen und segnen.
gestärkt und manchmal auch klagend darf jeder Mensch seinen Weg gehen.



verlinkt zu: SONNTAGSGLÜCK



Kommentare

  1. Tatsächlich ein sehr schwieriges Thema.
    Und es braucht auch viel Feingefühl, mit der Trauer bei fremden Menschen um zu gehen.
    Ich will nicht viel dazu schreiben,
    Aber so, wie du das hier tust ist es durchaus verständlich und akzeptabel.
    Liebe Grüße
    Jutta

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  2. Die Trauer ist ein langer Prozess, der vielleicht nie endet, da ist es eine Hilfe, wenn man dabei Unterstützung bekommt. Ich denke, das gelingt dir sehr gut, deinen Worten nach zu urteilen.
    LG Heidi

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  3. Vielen Dank, das Du diesen Dienst auf Dich nimmst. Ich selber bin hin und wieder als freier Trauerredner auf Beerdigungen und kann da voll mitfühlen.

    LG Bernhard

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